Spielzeug aus vergangenen Zeiten

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Gesammelt haben die Menschen schon immer. Etwas ganz besonderes, sicherlich auch mit viel Nostalgie, war und ist das Spielzeug sammeln. Doch es hat sich im Laufe der Zeit stark verändert: In den frühen Nachkriegsjahren, als die Menschen – nicht nur in Deutschland – grösstenteils verarmt waren, gab es nicht viel Spielzeug. Kinder spielten mit Holzspielzeug, Murmeln oder Puppen.
Aus diesen Zeiten stammen die heute sehr wertvollen Schildkröt-Puppen und Steiff-Tiere.

Wie kam es zu dieser Entwicklung?
Im Laufe der Zeit und der zunehmenden Technisierung hat sich auch das damit verbundene Konsumverhalten der Kinder und der Familie verändert. Hatten die Kinder damals vielfach nicht nur unter materieller Armut zu leiden, so findet man heute kaum ein Kind , das nicht von Spielzeug geradezu erdrückt wird.
Das Spielverhalten der Kinder hat sich ebenfalls stark verändert, es werden kaum noch traditionelle Spiele innerhalb der Familie gespielt. Waren die Kinder damals glücklich mit ein oder zwei Puppen, einem Plüschtier oder einer Holzeisenbahn, so spielen die Kinder heutzutage zunehmend Spiele, bei denen es um Leistung und Konkurrenz geht oder Spiele, die Geschichten und Ereignisse aus dem Fernsehen wiedergeben.

Das Bedürfnis der Menschen, nach der Ursprünglichkeit nimmt immer mehr zu und so werden auch die Menschen immer beliebter, die altes Spielzeug gesammelt haben oder es immer noch tun.Damit halten sie einen Augenblick die schnellebige Zeit an, um den Menschen ein kleines Stückchen Vergangenheit näher zu bringen.
Menschen, die Spielzeug sammeln, bringen den Interessenten ein Stück Authentität näher, ein Stück eigene Kindheit und den starken Wunsch, selber noch einmal Klein zu sein.
Wer kennt nicht die Zinnsoldaten und Zinnfiguren der Grosseltern oder die nostalgischen Figuren, die bei vielen Menschen gerade zu Weihnachten wiederbelebt werden.

Heute sammeln die Menschen Figuren von Harry Potter, anderen legendären Roman – oder Actionhelden aus dem Fernsehen.In vielen haushalten finden sich daneben noch Figuren von Diddl und Lego.

Sammelte man früher eher aus dem Gefühl heraus, die Erinnerung an die Kindheit nicht verblassen zu lassen, so sammelt man heute eher aus konsumtechnischen Gründen. Wer z.B. einen Satz der Figuren von Herr der Ringe besitzt, kann diesen gewinnbringend verkaufen, an andere Sammler oder an Menschen, die Interesse daran haben.
Aber auch Spielzeugpuppen aus der Nachkriegszeit, wie die eingangs erwähnten Schildkrötpuppen, erzielen bei Sammlern weltweit hohe Summen.

So hat das Sammeln von Spielzeug nicht nur den Sinn, die Erinnerung an lange vergangene Zeiten aufrecht zu erhalten, sondern hat auch , diese Sammlungen an andere Menschen weiter zu geben, damit diese Tradition des Spielzeugsammelns weiter geführt werden kann.

Und wer hält nicht inne, um einige nostalgische, liebevoll aufgebauten Spielzeuge zu betrachten, die man um diese Jahreszeit oft auf Weihnachtsmärkten bestaunen kann. Die Menschen aller Altersklassen bleiben stehen, lassen ihren Kindheitsträumen freien Lauf und erzählen denen, die es hören wollen von den guten alten Zeiten.

Das Sammlerverhalten hat sich geändert. Heute sammeln Menschen Pokemon, Gormiti oder Filly Witchy. Aber auch die neueren Sammlungen haben ihre Vorzüge, denn in einigen Jahren gehören sie auch zu den “alten” Spielzeugen, die ihre Geschichte erzählen wollen und im Wert gestiegen sein werden.